Ein wichtiger Schritt in Richtung zukunftsfähige Infrastruktur: Die Stadt Friedrichsthal hat einen Kooperationsvertrag zum Ausbau eines Glasfasernetzes mit der energis GmbH aus Saarbrücken abgeschlossen.

Jedes Haus in Friedrichsthal soll die Möglichkeit bekommen, mit einer Glasfaserleitung ausgestattet zu werden. Doch was ist eigentlich die Glasfasertechnologie und warum ist sie so wichtig?

Momentan sind die meisten Haushalte noch per Kupferkabel an das Internet angeschlossen – in der Vergangenheit hat dies in den meisten Fällen noch ausgereicht, doch spätestens die Pandemie hat uns gezeigt: Die Bandbreiten, die per Kupferleitung möglich sind, reichen für den heutigen Bedarf oft schon nichtmehr aus. Wir surfen nicht nur per Desktop-PC oder Laptop, wir nutzen Smartphones, Konsolen, Smartwatches und -TVs. Wir surfen, streamen, halten Videokonferenzen ab oder spielen online – kurzum: das Internet ist aus unserem Alltag oftmals nichtmehr wegzudenken. Und spätestens, wenn mehrere Personen gleichzeitig das Netz nutzen, kommt es zu Geschwindigkeitseinbußen.

Hier schafft die Glasfaser-Technologie Abhilfe. Nur mittels Glasfaserleitungen können große Datenmengen stabil und verlustfrei transportiert werden. Es spielt keine Rolle, wie viele Personen den Anschluss nutzen oder wie weit man vom Verteilerkasten entfernt wohnt – man erhält immer genau die Leistung, die man gebucht hat ¬– bis zu 1000 Mbit/s. So, wie das analoge Modem von ISDN und dann von DSL abgelöst wurde, werden in der Zukunft hochleistungsfähige Glasfaserleitungen bis ins Haus der Standard sein. Das ist sowohl wichtig für den Werterhalt der eigenen Immobilie als auch ein wichtiger Standortfaktor für ortsansässige Gewerbebetriebe.

Möchten Sie mehr über den geplanten Glasfaserausbau erfahren? Im Infokasten finden Sie alle Möglichkeiten, wie Sie die energis GmbH erreichen können. Wählen sie einfach die, die für Sie am bequemsten ist. 


Ihr Weg zu Glasfaser

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Die Technik schreitet in allen Bereichen immer weiter voran – auch im Privaten. Das Internet ist im Alltag längst unverzichtbar geworden. Wie Strom, Gas und Wasser muss auch eine leistungsstarke Internetverbindung längst zu unserer Grundversorgung gehören – ein neues Projekt der Stadt Friedrichsthal soll dies möglich machen.

Immer mehr wird über das Internet abgewickelt, in vielen Bereichen geht es nichtmehr ohne.  Auch wenn heute die vorhandenen Bandbreiten über Kupferleitungen für manchen noch ausreichen, so ist doch abzusehen, dass die vorhandene Infrastruktur den zukünftigen Aufgaben nicht mehr lange gewachsen sein wird. In Zukunft werden wir leistungsfähigere Technologien brauchen, um einen stabilen und schnellen Datenverkehr zu gewährleisten. Denn wir beziehen nicht nur Informationen aus dem Netz, versenden und empfangen Mails oder shoppen online: Längst ist das Internet in jedem Winkel unseres Lebens präsent. Und eine Trendwende ist nicht abzusehen – ganz im Gegenteil, denn die Corona-Pandemie hat der Digitalisierung nochmals großen Vorschub geleistet und viele Prozesse ins Internet verlagert – denken wir an Schulunterricht, Vorlesungen oder Home-Office. Und auch in den nächsten Jahren wird es immer mehr digitale Anwendungen geben, die wir heute nur erahnen können.

Der Jahresbericht 2021 der Bundesnetzagentur lässt erkennen, dass der Datenverbrauch 2021 im Vergleich zu 2018 um rund 100 % gestiegen ist – was eine Verdoppelung des Datenvolumens alle 3 Jahre bedeutet. Diese Zahlen legen nahe, dass die alten Kupferleitungen schon bald an ihre Leistungsgrenze kommen werden.
 

Das Internet der Zukunft für jedes Haus in Friedrichsthal
Um zukunftsfähig zu bleiben und die Attraktivität als Lebensmittelpunkt und Gewerbestandort zu erhöhen, will Friedrichsthal nun gemeinsam mit dem saarländischen Energieversorger energis ein großes Vorhaben realisieren: Den Ausbau eines Glasfasernetzes, mit dem es möglich sein wird, Daten in buchstäblicher Lichtgeschwindigkeit zu übertragen – unabhängig von Leitungslänge und Auslastung des Netzes. Jedes Haus in Friedrichsthal soll die Möglichkeit bekommen, mit einer Glasfaserleitung ausgestattet zu werden.

Die Phasen des Ausbaus
Das Ausbauprojekt in Friedrichsthal läuft in mehreren Phasen ab. Im ersten Schritt hat energis gemeinsam mit der Stadt eruiert, ob, wie und wo der Ausbau grundsätzlich in Frage kommt. Danach ist die Stadt in die Verhandlung mit energis gegangen und die Rahmenbedingungen des Projektes wurden abgesteckt. Dann wurde der Kooperationsvertrag von beiden Seiten unterzeichnet.
Nachdem sich die Beteiligten einig waren, begann die Planung: Welcher Stadtteil liegt in welchem Bauabschnitt, wie können die Abläufe am sinnvollsten ineinandergreifen?

Aktuell befinden wir uns in der vierten Phase, der Phase der sogenannten Nachfragebündelung: Die Haushalte und Gewerbe vor Ort erhalten das Angebot, sich an das Netz anzuschließen. Das geschieht über Vorverträge und hilft, festzustellen, ob es überhaupt genügend Interesse am Glasfaser-Internet gibt.

Im nächsten Schritt geht es in die Bauphase – hier werden nach und nach alle interessierten Haushalte an das Glasfasernetz angeschlossen. In den meisten Straßen liegen derzeit noch keine Leerrohre, hier müssen sich vor Baubeginn zunächst genügend Interessenten finden – 30% der dort ansässigen Anwohner müssen einen Glasfaser-Anschluss buchen. Ist diese Quote in den entsprechenden Straßen erreicht, kann es auch dort losgehen. Wie genau es sich in Ihrer Straße verhält, erfahren Sie unter energis.de/friedrichsthal.

Das Ziel ist, alle Anschlussnehmer sanft, nachhaltig und umfassend an das Glasfasernetz anzuschließen. Durch innovative Verlegetechniken ist gewährleistet, dass Bauarbeiten in öffentlichen Straßen bis hin zu den einzelnen Grundstücken und Häusern, mit so wenig Aufwand wie möglich verbunden sind. In vielen Straßen in der Gemeinde sind die Häuser mit Glasfaserleitungen ausgestattet, sodass auf den privaten Grundstücken gar keine Bauarbeiten anfallen. Wo noch Anschlüsse gelegt werden müssen, werden außerdem soweit möglich Synergiepotenziale genutzt. All das geschieht in enger Abstimmung zwischen allen Beteiligten: Der Stadt Friedrichsthal, energis, den Ausbaupartnern und natürlich den Anwohnern.

Eine großartige Chance für Friedrichsthal
Der Glasfaserausbau ist insgesamt ein Großprojekt, aber ein unverzichtbarer Schritt, um die Stadt Friedrichsthal zukunftsfähig zu machen. Die Gelegenheit, uns den Anschluss an ein modernes Glasfasernetz zu sichern ist eine einmalige Chance, die sich der Ort nicht entgehen lassen sollte. So hat nicht nur jeder für sich die Möglichkeit, sein eigenes Zuhause für die Zukunft zu rüsten, sondern trägt durch diese Entscheidung auch aktiv dazu bei, ganz Friedrichsthal mit einer Infrastruktur auszustatten, die die Attraktivität der Stadt und die Lebensqualität jedes Einzelnen steigert – jetzt und in 5, 10 oder 20 Jahren.

Möchten Sie jetzt gleich mehr über den geplanten Glasfaserausbau erfahren? Unter energis.de/friedrichsthal  finden Sie alle aktuellen Informationen.

Mehr zu Technik, dem Ausbau und den Verlegetechniken lesen Sie in den nächsten Artikeln.

In der letzten Ausgabe haben wir über die Bedeutung und den Ablauf des Projekts „Glasfaserausbau in Friedrichsthal“ berichtet. Doch wie funktioniert die Datenübertragung per Glasfaser und wie unterscheidet sich die Technologie von den alten Kupferkabeln?

Momentan mag die Kupferleitung ab dem Verteilerkasten in manchen Fällen noch ausreichen. Allerdings ist abzusehen:  So, wie das analoge Modem von ISDN und dieses dann von DSL abgelöst wurde, werden in der Zukunft hochleistungsfähige Glasfaserleitungen bis ins Haus der Standard sein. Die Technik entwickelt sich immer weiter: Stellen Sie sich vor, Sie müssten heute mit einem Router von 2002 surfen. Das wäre gar nicht denkbar.

Alt vs. Neu – Kupfer vs. Glasfaser
Doch was genau ist eigentlich Glasfasertechnologie und wo liegt der Vorteil gegenüber dem Kupfer-Standard?

In Kupferkabeln erfolgt die Datenübertragung mittels elektrischer Impulse. Kupfer hat im Grunde eine gute elektrische Leitfähigkeit, doch aus physikalischen Gründen kann ein Kupferkabel Daten nur begrenzt verlustfrei übertragen – je länger die Datenleitung ab dem Verteilerkasten, desto geringer die Übertragungsgeschwindigkeit, die am Anschluss zur Verfügung steht. (Abb. 1)

Glasfaserkabel (Abb. 2) hingegen bestehen im Kern aus Lichtwellenleitern, dünnen Glasröhrchen, die nicht dicker sind als ein menschliches Haar. Innerhalb der Lichtwellenleiter werden Informationen optisch durch Lichtsignale übertragen – elektrische Signale werden in optische Signale umgewandelt und mit wortwörtlicher Lichtgeschwindigkeit durch das Glasfaserkabel geschickt. Das funktioniert, indem das Lichtsignal im Lichtwellenleiter solange weiter reflektiert wird, bis es am Ziel ankommt. 

Ein Glasfaserkabel besteht dabei natürlich nicht nur aus einem, sondern aus bis zu 288 einzelnen Glasfasern. Jede Glasfaser ist für sich ummantelt, 12 Fasern bilden eine Bündelader, die nochmals separat ummantelt ist. Bis zu 24 Bündeladern werden zusammengefasst und bilden dann das Glasfaserkabel. Glasfaserkabel haben einige Vorteile gegenüber Kupferleitungen – der größte liegt in der möglichen Übertragungsgeschwindigkeit. Über die alten Kupferleitungen können maximal 100 Mbit/s pro Anschluss übertragen werden – danach kommt die Leitung an die Grenzen des physisch möglichen. Zudem verlieren Kupferleitungen an Leistung, je größer die Entfernung vom Verteilerkasten ist. Das führt dazu, dass man oftmals nicht die Bandbreite erhält, die man gebucht hat, sondern mitunter mit sehr viel geringeren Geschwindigkeiten surft. Die Übertragungsgeschwindigkeit kann mitunter auch stark schwanken, etwa durch Umwelteinflüsse wie Magnetfelder, Witterung und Temperatur, oder wenn mehrere Anschlussnehmer in der Straße gleichzeitig intensiv das Netz nutzen.

Glasfaserleitungen sind hier weit voraus. Mit wortwörtlicher Lichtgeschwindigkeit lassen sich Übertragungsraten von 1000 Mbit/s erreichen – und das ist nur der Anfang, denn in naher Zukunft werden Bandbreiten bis in den Terrabit-Bereich möglich sein. Da es keine Leistungsverluste gibt, erhält man immer 100% der gebuchten Leistung, unabhängig der Entfernung zum Verteiler, und auch die Stabilität der Leitung ist stets gewährleistet, da die Kabel durch ihren Aufbau unempfindlich gegen Umwelteinflüsse und Störsignale sind. Auch die Anzahl der Nutzer spielt keine Rolle mehr. Zudem sind Glasfaserleitungen auch umweltfreundlicher: Nicht nur ihre Herstellung ist günstiger und sauberer als die von Kupferkabeln, der Betrieb von Glasfaserleitungen erfordert auch rund 17 mal weniger Energie als der Betrieb von Kupferleitungen – ein klarer Pluspunkt, da so große Mengen Strom und somit auch C02 eingespart werden können. 

Zukunftstechnologie für Friedrichsthal

Man sieht: Das Netz der Zukunft besteht aus Glasfaserleitungen. Der Glasfaserausbau ist eine großartige Chance für die Stadt, als Lebensmittelpunkt und Gewerbestandort in Zukunft noch attraktiver zu werden. Die Gelegenheit, ohne Investitionen ein modernes Glasfasernetz zu bekommen, ist in dieser Form einmalig. Eine hochleistungsfähige, stabile und ausfallsichere Datenleitung steigert auf lange Sicht nicht nur die Lebensqualität jedes Einzelnen, sondern sogar den Wert der eigenen Immobilie.

Wenn Sie neugierig geworden sind und sich über die Möglichkeit eines eigenen Glasfaseranschlusses für ihr Zuhause informieren möchten, kommen Sie gern auf energis zu! Im obenstehenden Kasten finden Sie alle Kontaktmöglichkeiten.

……wie der Anschluss an das Hochgeschwindigkeitsnetz genau vonstatten geht, erfahren Sie im nächsten Artikel.