Die Arbeit im Stadtrat läuft zukünftig digital

Vertragsabschluss: Friedrichsthal kooperiert mit Neunkircher Rechenzentrum


Bei der Vertragsunterzeichnung in Neunkirchen: v.l.n.r.: Bürgermeister Rolf Schultheis, Fred Leibenguth (Hauptamtsleiter NK), OB Jürgen Fried, Bgm. Jörg Aumann (NK), Bgm. Peter Klär (WND), Bgm. Stephan Rausch (Oberthal)

Bei der Stadtverwaltung Neunkirchen besteht ein Rechenzentrum für elektronische Sitzungsarbeit. Dieses wird zukünftig auch von der Stadt Friedrichsthal im Wege der Interkommunalen Zusammenarbeit genutzt. Auch St. Wendel und Oberthal sind daran beteiligt. Die entsprechende Vereinbarung haben die Bürgermeister am vergangenen Dienstag unterzeichnet. 

Bei der elektronischen Sitzungsarbeit geht es darum, dass papierlos und per I-Pads die Einladungen und Sitzungsunterlagen stets verfügbar und datensicher sind, die Unterlagen können eingesehen, bearbeitet und recherchiert werden. Das große Ziel ist die digitale Gremienarbeit in Stadt- und Gemeinderäten. Einige Kommunen haben diese Aufgabe bereits geschultert, andere sind auf dem besten Wege, die Gremienarbeit umzustellen.
 
Am Dienstag, 5. Februar 2019 fanden im Neunkircher Rathaus drei neue Partner zusammen und unterzeichneten eine Vereinbarung, um das Rechenzentrum der Kreisstadt für den elektronischen Sitzungsdienst nutzen zu können. Neben Bürgermeister Rolf Schultheis aus Friedrichsthal schlossen auch Bürgermeister Peter Klär aus St. Wendel und Bürgermeister Stephan Rausch aus Oberthal mit der Kreisstadt Neunkirchen eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung ab. Nach den im Mai anstehenden Kommunalwahlen soll die Kooperation mit den neuen Räten umgesetzt werden.

Bereits im Jahre 2015 wurde in Neunkirchen ein IT-gestütztes Gremieninformationssystem eingeführt. Ein Jahr später haben sich die Verwaltungen des Landkreises Neunkirchen sowie die Gemeinden Spiesen-Elversberg, Schiffweiler, Merchweiler, Eppelborn und Nohfelden diesem System und der Programmbetreuung angeschlossen.

Das Konzept der Interkommunalen Zusammenarbeit verdichtet sich landesweit immer mehr. Über die Gemeindegrenzen hinweg finden  in verschiedenen Bereichen immer mehr Partner in unterschiedlichen Handlungsfeldern zusammen. Damit wird vorrangig die Arbeitseffizienz gesteigert. Peter Klär, Bürgermeister von St. Wendel betont, dass es „nicht der große fiskalische Wurf“ sei – will sagen: die finanzielle Ersparnis steht nicht im Vordergrund. Für alle beteiligten Kommunen ist entscheidend, dass Neunkirchen als Serverkommune ein Partner ist, auf den man sich –in Anbetracht der sensiblen Daten- stets verlassen könne.

Die Umstellung auf das IT-gestützte Gremieninformationssystem startet erst nach den Kommunalwahlen, manches Ratsmitglied wird sich vielleicht nicht mehr auf die papierlose Datenübermittlung umstellen müssen, Einsteiger können papierlos anfangen.

Bürgermeister Rolf Schultheis hielt fest, dass man Kontaktpunkte bündeln werde und die Arbeit effizienter gestalten wolle. Dies gelte auch für das Kooperationsprojekt mit dem Neunkircher Rechenzentrum. Man habe sich mit seiner Verwaltung einige Angebote angeschaut und  Neunkirchen habe mit seiner Kompetenz und seinen Fachkräften überzeugt.  Er verdeutlichte, dass es den Verwaltungen nicht leicht falle,  IT-Fachkräfte einzustellen,  diese gingen doch oftmals lieber in die Wirtschaft.

So viele Endgeräte sind im Einsatz

Inklusive so genannter Verwaltungs-iPads werden nach Angaben der Neunkircher Verwaltung  derzeit rund 300 Endgeräte von sechs Verwaltungen (Neunkirchen, Spiesen-Elversberg, Merchweiler, Schiffweiler, Nohfelden und Landkreis Neunkirchen) verwaltet. Bisher hat nur die Gemeinde Merchweiler ihre Ortsräte vollständig mit iPads ausgestattet. Die Gemeinde Eppelborn nimmt am gemeinsamen Sitzungsdienst teil, verwaltet ihre Tablets aber in eigener Verantwortung. Nach der Kommunalwahl 2019 kommen noch die Räte von St. Wendel (39), Oberthal (27) und Friedrichsthal (33) dazu. Die Anzahl der Verwaltungs-iPads ist hier noch nicht definiert.