Der neue Hoferkopfturm, ein Projekt das verbindet!


Im Rahmen einer Informationsveranstaltung zum Thema „Wie geht es weiter mit dem Hoferkopfturm“ im Rathausfestsaal, zu der die Stadt und der Förderverein Hoferkopfturm eingeladen hatten, wurden die ca. 60 anwesenden interessierten Bürgerinnen und Bürger über Gestaltungsentwürfe für den neuen Hoferkopfturm sowie über aktuell entwickelte Möglichkeiten zur Finanzierung und Bewerbung dieses Projektes unterrichtet.

Der Hoferkopf ist mit seinen 360 Metern die höchste Erhebung in der Stadt. Hier standen in der Vergangenheit bereits zwei Aussichtstürme. Der erste von 1931 bis 1972. Der zweite, ein offener Holzturm in Fachwerk-Bauweise, er war 1994 vom Technischen Hilfswerk errichtet worden, musste jedoch vor vier Jahren wegen Baufälligkeit abgerissen werden. 

Bürgermeister Schultheis beschrieb, dass die Tragwerkskonstruktion eines neuen Turmes aus Metall gefertigt sein solle, nach außen solle der Turm mit Holz verkleidet sein. Anhand eines Entwurfes des Architekturbüros Marcello Pompa aus Dudweiler wurden die Vorteile einer spiralförmig aufsteigenden Konstruktion ohne Treppen deutlich. Die Steigung des Aufganges liegt bei 6 Prozent und erlaubt einen barrierefreien Zugang.

Der Verwaltungschef schlug vor, den Turm mit einer musealen Installation zu verbinden, wie zum Beispiel mit Schautafeln zur Geschichte der Stadt und der Region. Diese Idee fand bei den Befürwortern eines neuen Turms große Zustimmung. So entstand auch die Idee des Namens: „Hoferkopf-Geschichtsturm“.

Manfred Plaetrich, Vorsitzender des Fördervereines Hoferkopfturm, verwies auf die Bedeutung des Hoferkopfturmes als Landmarke in der Region. Er berichtete, dass sein Verein seit zwei Jahren das Buch „Der Turmgeist – Friedrichsthaler Geschichte und Geschichten“ von Wolfgang Domma verkauft, der Erlös soll einem neuen Turm zugute kommen. Gleichzeitig nutzte er nochmals die Gelegenheit, auf das mögliche Modell eines Turmes seitens des Fördervereins einzugehen.

Die Vorstellung der noch auszuarbeitenden Entwürfe im Stadtrat und die Entscheidung für das eigentliche Modell werden in absehbarer Zeit erfolgen. Die Hauptfrage ist nach wie vor, wie das Projekt bezahlt werden kann. Die Kosten belaufen sich auf geschätzte 220 000 bis 250 000 Euro. Bürgermeister Schultheis will Sponsoren gewinnen und auch an Fördergelder herankommen, dazu hat man sich Vermarktungsstrategien ausgedacht, die eine dauerhafte Finanzierung sicherstellen. Aber auch die Einwohner der Stadt können zur Finanzierung beitragen. 

Der Verwaltungschef präsentierte die eigens in einer Nudelmanufaktur gefertigten  Motivnudeln in drei Farben in Form des letzten Hoferkopfturms. Mit einem passenden Etikett versehen sind sie in einer 250-Gramm-Packung zum Preis von 3,50 Euro ab sofort im Rathaus und später auch in ausgewählten Geschäften  erhältlich. Er rechnete vor, dass, wenn jeder Friedrichsthaler Bürger im Jahr zwei Päckchen dieser Nudeln kaufen würde, das Projekt „Turm“ in eine realisierbare Nähe rücken könnte.

Weitere Einnahmen erhofft er sich durch den Verkauf einer Sonderbriefmarke zum Stückpreis von 2 Euro. Der Briefdienstleister Saarriva hat eine Marke mit dem letzten Turm als Motiv in einer Auflage von 1000 Stück herausgebracht. Auch diese sind im Rathaus erhältlich.  

Dann gibt es aber noch eine ganz andere Möglichkeit, das Projekt zu fördern! Und hierauf ging der ortsbekannte Getränkehändler Stefan Strauß ein. Er entfachte die Neugier auf das von ihm als handwerkliches Bier für Feinschmecker entwickelte „Craft Bier“, das unter dem Namen „Hoferkopf-Turmbräu“ erhältlich ist. Ein vollmundiges, malzig-würziges Bier ist hier entstanden, das sich deutlich vom industriell gefertigten massentauglichen Gebräu abhebt, wie Stefan Strauß erläuterte, fließt ein Teil des Verkaufserlöses in das Projekt „Turm“.

Die sich nach dem offiziellen Teil des Abends anschließende Verkostung gestaltete sich für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr angenehm: Das äußerst süffige Bier fand reißenden Absatz und wird – wenn es demnächst auch in der ortsansässigen Gastronomie über die Theke geht, sicher einen wertvollen Beitrag  zur Finanzierung des Turmprojektes leisten können. 

Die von der Stadt entwickelte Vermarktungsstrategie fand bislang die Unterstützung durch die Sparkasse Saarbrücken, die Stadtwerke Saarbrücken und die Vereinigte Volksbank, die Stadtwerke Friedrichsthal,  Energie-Saar-Lor-Lux , Saarriva sowie Getränke Strauß und Bürgermeister Schultheis.  

Schultheis betonte, dass man sich in der Stadt einen neuen Turm wünsche, dazu brauche man aber die Hilfe der Mitbürger. Unter dem Motto „Von der Region für die Region“ können alle, die es wollen, durch den Kauf dieser Produkte mithelfen, dass wir bald wieder eine weithin sichtbare Landmarke in Bildstock haben werden“.