Auch Vogelfütterung hat ihre Grenzen


Mehrfach wurde die Stadtverwaltung darauf aufmerksam gemacht, dass im Stadtpark bei der Bismarckschule wie auch auf dem Rasen hinter dem Marktplatz größere Mengen von Brot abgelegt wurden. Dies geschah offenbar in der Absicht, damit Vögel zu füttern.

Nun ist altes, vom Regen durchweichtes Brot nicht als Vogelnahrung geeignet und lockt daher vielmehr andere missliebige Tiere an. Eine Fütterung von Ratten in öffentlichen Anlagen sollte man aus verständlichen Gründen unterlassen.

Andererseits wurden Bedenken laut, dass durch die Fütterung der Übervermehrungen von Rabenvögeln Nachschub geleistet werde. Es drängt sich gegenwärtig der Eindruck auf, dass deren Bestände vor Ort stark zugenommen haben. Andererseits gehen viele Untersuchungen darauf ein, dass Rabenvögel stabile Bestände aufweisen, die keineswegs „in den Himmel wachsen“. Dies können sie auch nicht, denn jeder Lebensraum kann nur einer begrenzten Zahl an Rabenvögeln Quartiere und Brutplätze bieten.  

Aber auch Wasservögel sollte man möglichst nur sehr sparsam mit Brot füttern. Die Tiere finden auch im Winter genug Futter. Hinzu kommt: Teiche und Tümpel können durch Überfütterung „umkippen“.  Die verschmähten Brotreste sinken auf den Grund und faulen. Wenn der Teich klein ist und keinen ordentlichen Frischwasserzulauf hat, ist das Wasser bald überdüngt. Die Algen blühen, das Wasser stinkt, und die vollgefressenen Wasservögel entleeren ihren Darm auch noch in diese Brühe.  

Die Entsorgung von überalterten oder verdorbenen Broten soll weder im kleinen Entenweiher noch auf den Rasenflächen des Stadtparks erfolgen. Denn weder Ratten noch Füchse (oder gar Wildschweine) sollten mit diesem Nahrungsangebot angelockt werden.