Kindergarten mit Graffitis beschmiert

Straftat wurde zur Anzeige gebracht – Augenzeugen gesucht


Am Montag, 12. Dezember 2016  wurde gegen 9.00 Uhr am Anbau des evangelischen Kindergartens eine Beschädigung der Hauswand durch Graffiti festgestellt. Der oder die „Künstler“ müssen das Wochenende für ihr Schaffen genutzt haben, weil am Morgen des 10.12.2016 die Wand noch blütenweiß war.

Obwohl es nicht so aussieht, war das Werk noch nicht vollendet, denn am darauffolgenden Wochenende wurde fleißig weitergespritzt. Der Schriftzug „NIMS Bars“  war die erste Tat. Der Schriftzug ist ca. 1,70 m hoch und ca. 12 m lang gewesen. Es wurde Strafanzeige erstattet.
 
Derartige illegale Sprühereien verursachen in Deutschland jährlich einen volkswirtschaftlichen Schaden von mehreren Hundert Millionen Euro. Besonders ärgerlich für Hausbesitzer sind die sogenannten „Tags“. Mit diesen Schriftzügen signieren Graffiti-Künstler nicht nur ihre Werke, sondern sprühen sie auch auf möglichst viele freie Flächen, um ihren Namen zu verbreiten.

Im September 2005 verschärfte der Bundestag den Kampf gegen die Sprayer. Die Neuregelung ergänzt die Paragrafen 303 und 304 zur Sachbeschädigung im Strafgesetzbuch. Dort heißt es jetzt: «Ebenso wird bestraft, wer unbefugt das Erscheinungsbild einer fremden Sache nicht nur unerheblich und nicht nur vorübergehend verändert.» Davor galten

Graffiti-Schmierereien nur als Sachbeschädigung, wenn die Farbe so tief in die Wand eingedrungen war, dass sie die Substanz beschädigt hatte. Sprayern, die ertappt werden, drohen damit Geldbußen und bis zu zwei Jahre Gefängnis. Außerdem können die geschädigten Hauseigentümer auf Schadenersatz klagen. Dieser zivilrechtliche Anspruch verjährt erst nach 30 Jahren.

Wer sachdienstliche Hinweise zu dem Täter oder den Tätern machen kann, möge sich bitte an die
Stadtverwaltung Friedrichsthal (Tel.: 06897-8568301) oder die Ev. Kirchengemeinde (Tel.: 06897-8220) wenden.