14.10.2020 Was tut sich da auf unseren Plätzen?

Lärm und Unrat verärgern die Bürger – was wäre zu tun?


An Sommerabenden wird es oft lauter, wenn in der Nachbarschaft draußen gefeiert wird und sich viel Publikum in Biergärten oder auf öffentlichen Plätzen versammelt. Aber auch an anderen Orten finden Begegnungen statt, die mit Lärm und Verschmutzungen verbunden sind.

Im Privatbereich ist die Zeit von 22 bis 6 Uhr gesetzlich als Nachtruhe festgelegt. Dann müssen Hausbewohner bei allem, was sie tun, auf Zimmerlautstärke achten.  Was aber was ist zu tun, wenn Lärm von öffentlichen Plätzen oder aus Grünanlagen kommt?

Auch hier gilt ebenfalls die gesetzliche Nachtruhe. Ab 22 Uhr kann die Polizei einschreiten, falls nächtlicher Lärm für Nachbarn unzumutbar wird.  Das gilt insbesondere dann, wenn größere Gruppen sich versammeln Lärm verursachen oder wenn es zu Sachbeschädigungen kommt.
 
Da der Rathausvorplatz und andere Anlagen mit Städtebaufördermitteln auch zu Treffpunkten für alle Bürger aus- und umgestaltet wurden. Es ist also gut und richtig, dass sich hier spielende Kinder und plaudernde Erwachsene aufhalten. Leider gibt es aber auch andere Gäste auf den Plätzen und in den Anlagen unserer Stadt, die Verhaltensweisen an den Tag legen, die der Einrichtung an sich und auch der Nachbarschaft nicht gut bekommen.

So muss man immer wieder feststellen, dass es zu mutwilligen Beschädigungen und sinnlosen Verschmutzungen  kommt. Zerbrochene Gläser und Flaschen, Pappschachteln und Verpackungsmüll jeder Art sind die Hinterlassenschaften der geselligen Zusammenkünfte vorwiegend jugendlicher Besucher.  

Nicht nur der Rathausvorplatz als der zentrale städtische Empfangs- und Aufenthaltsraum wird von diesen Kreisen immer wieder in einer nicht akzeptablen Weise verunstaltet und teilweise beschädigt.

Diesem Problem wird die Stadtverwaltung jedoch nicht ohne die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger begegnen können. Die Verwaltung braucht nachvollziehbare Hinweise und die Namen der Verursacher der geschilderten Verschmutzungen oder Beschädigungen.

Letztlich geht aber auch eine Aufforderung an die Eltern und Erziehungsberechtigten der Kinder und Jugendlichen. Es ist nicht zu viel verlangt, dass man seinen Kindern jenes Mindestmaß an Erziehung angedeihen lässt, damit sie zu jenen Menschen heranwachsen können, die für eine positive Entwicklung unserer Gesellschaft erforderlich sind.

Die Bereitschaft vieler Bürger nimmt rapide ab, die Kosten für die fortwährende Beseitigung der Schäden und Verschmutzungen zu tragen. Mit der gebundenen Arbeitskraft und den eingesetzten finanziellen Mitteln ließe sich für das Gemeinwesen Besseres bewerkstelligen.  

Es wird nur keine Änderung auf den Weg gebracht, wenn wir uns verärgert und deprimiert in unseren Häusern verkriechen. Die Plätze und Parks sind für uns alle da – und wir sollten diese Bereiche auch wieder gemeinsam in Anspruch nehmen, die Übeltäter und verhaltensauffälligen Gestalten, die sich hier allzu oft ungestört tummeln, sollten spüren, dass die Bürgerschaft ihnen das Feld nicht überlassen wird.

Damit eine Trendwende eingeleitet werden kann, müssen wir aber gemeinsam an einem Strang ziehen und auch den Mut besitzen, im Fall des Falles „Ross und Reiter“ zu benennen. Mit einem Übersenden anonymer Briefe mit allgemein gehaltenen Schilderungen ist es nicht getan.


 
 
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